DTM & DRM Legenden begeistern Fans beim Eifelrennen
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Da fühlte sich doch manch einer in die Vergangenheit zurückversetzt, als aus dem Advan-Bogen der Nürburgring Grand Prix Strecke der Motor eines 73er Ford Capri aufheulte und kurz darauf der kernige Sound eines BMW M3 S14 Motors in den entwöhnten Gehörgang vieler Rennsportfans drang. Ein Lächeln als Ausdruck der Freude über so viele schöne Autos war in vielen Gesichtern der Fans zu sehen.

Beim Eifelrennen kamen die Fans der jüngeren Vergangenheit des deutschen Rennsport wieder voll auf ihre Kosten. Viele wunderschöne DTM-Autos füllten zum zweiten Tourenwagen Revival auf dem Nürburgring den einen Teil des sogenannten Legenden Zelts. Die zweite Hälfte wurde mit Fahrzeugen aus der Zeit der Deutschen Rennsport Meisterschaft gefüllt. Wir geben einen Überblick über einige der ausgestellten Exponate und blicken dabei neben den Stars des Tourenwagen Revivals aus der DTM auch auf die Gäste aus der DRM:

Denn gerade im DRM Zelt waren die Ausstellungsstücke sehr brisant: Bisher nur selten ausgestellt war die Eigenentwicklung von Hans Heyer aus dem Jahr 1980. Ein Mercedes 500 SL aufgebaut nach Gr.5 Reglement, mit dem Heyer beweisen wollte, dass auch ein Mercedes im Spitzensport erfolgreich sein kann. Seine aufwendige und interessante Eigenentwicklung wurde nie im Renneinsatz bewegt. Die oftmals eigenwillige Motorsportpolitik verhinderte den Einsatz beim 24h-Rennen in Le Mans. Äußerst interessant war das Raumangebot für die Beine unter dem Lenkrad und die Tür. Platz war nur, naja nennen wir es marginal vorhanden und die Tür äußerst klein bemessen. Vielen drang sich die Frage auf, wie man mit diesem Fahrzeug in Le Mans einen zügigen Fahrwechsel hätte durchführen können. Obgleich die Frage nicht beantwortet werden konnte, es war schön diesen Wagen wieder sehen zu können. Das Cockpit des Lancia Beta Monte Carlo aus dem Jahr 1980 wirkte dagegen eher wie eine Halle. Das ausgestellte Fahrzeug war jenes mit dem Hans Heyer 1980 Meister in der DRM wurde.

Am anderen Ende stand ein weiteres breites bulliges DRM-Fahrzeug, der Zakspeed-Ford Capri Turbo. Unweit neben dran der Ford Capri RS Gruppe 2 und zwar fahrbereit mit einem infernalischen Sound. Hans Heyer gebührte die Ehre sein Fahrzeug nach etlichen Jahren wieder pilotieren zu dürfen. Erneut eigens für das Tourenwagen Revival wurde der Capri vom Ford Werk, in Zusammenarbeit mit dem Autohaus Strunk, zum Nürburgring gebracht. In einem Aufwasch seien hier noch die anderen schönen Fahrzeuge erwähnt, wie Porsche 935 K2 und K3, Porsche 911 RS, Porsche 956, BMW 3,5 CSL und BMW M1, bevor wir uns dem DTM Zelt widmen.

BMW M3, Volvo 240, Mercedes 190 Evo II, Ford Sierra Cosworth und ITC Opel Calibra, sowie weitere Exponate konnten im DTM-Zelt bestaunt werden. Viele der DTM-Fahrzeuge waren in ihrem originalen Design ausgestellt und weckten unweigerlich Emotionen vergangener Tourenwagen Tage. Am Sonntag konnten die Fans die DRM und DTM-Fahrzeuge auf der altehrwürdigen Nordschleife bewundern. An den Tagen zuvor gab es ausführliche Ausfahrten auf der Grand Prix Strecke. Nach der DTM-Präsentation auf der Kö und dem ACAS-Tourenwagen-Revival powered by ring1.de konnten die Tourenwagen Freunde zum dritten Mal in 2009 historische DTM-Rennwagen bestaunen.
 

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